VERSCHWOERER 

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Stefan A. K. Weichelt

Die ersten warmen Tage – und in Frankreich klettert schon der Strompreis. Schuld: die Atomkraft.

Ende Mai war es auch bei uns in Bayern für ein paar Tage richtig heiß. In Regensburg kletterte das Thermometer auf 34 Grad – der höchste Wert, der in diesem Mai überhaupt irgendwo in Deutschland gemessen wurde. Bei mir zuhause war das kein Drama: Die Anlage auf dem Dach versorgt das Büro, den ganzen Haushalt und lädt nebenbei das Auto voll – die Wärmepumpe kümmert sich ums Warmwasser und könnte das Haus bei Bedarf sogar kühlen. Unterm Strich bleiben meine Stromkosten praktisch gleich, egal wie heiß es draußen wird. Läuft.

Und beim großen Atom-Nachbarn? Da wird es wie jeden Sommer nervös. Kaum rollte die erste Hitzewelle an, schoss in Frankreich der Strompreis nach oben – allein die Sorge, dass Reaktoren wegen zu warmer Flüsse gedrosselt werden müssen, ließ die Terminpreise zweistellig anspringen. Die Rhône heizt sich auf, und damit kommt die immer gleiche Frage zurück. Read More »

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Zwei schwedische Atomkraftwerke laufen nicht. Die Wasserkraftspeicher liegen auf dem niedrigsten Stand seit 20 Jahren. Strompreise in Südnorwegen über 100 Euro je Megawattstunde - doppelt so hoch wie 2025.

Das ist die Lage heute, 3. Juni 2026. Berichtet von Reuters, Zahlen von der Börse Nord Pool.

Was macht die konservative Regierung unter Ulf Kristersson? Sie kündigt mehr Atomkraft an. Und zwar so verbindlich wie möglich - denn im September 2026 wird gewählt.

Das neue Finanzierungsmodell: Staatlich abgesicherte Langzeitverträge für neue Reaktorprojekte. Private Investoren scheuen das Baurisiko allein, also springt der Staat ein. Standortanforderungen werden gelockert, standardisierte Reaktortypen sollen die Kosten drücken.

Energieministerin Ebba Busch nannte das den "nächsten Schritt, um die Rolle und Verantwortung des Staates beim Ausbau der Kernenergie zu präzisieren." Read More »